Die kleine Geschichte einer kleinen Kapelle

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Am Anfang schien es nur eine abwegige Idee zu sein, die sich kurz nach der Jahrtausendwende in den Köpfen einiger Schindelberger breit machte: die Idee einer Kapelle auf dem 280 Meter hohen Kraichgauhügel.

Doch die Idee gewann rasch Freunde - und bald stand die Frage im Raum: „Ja, warum eigentlich nicht? Warum nicht eine kleine Kapelle errichten an einer der markantesten Stellen der Umgegend?“ Als tatsächlichen Startschuss kann man wohl den 9. Februar 2001 nennen. Am Abend trafen sich 19 Schindelberger, um über das Vorhaben zu beraten. Als die Versammlung gegen 22.30 Uhr in den gemütlichen Teil überging, war der Beschluss gefasst.

Nicht aus Gründen eines Gelübdes oder aus besonderer Gottesfurcht, sondern zum Beweis des Zusammenhalts einer kleinen Gemeinschaft sollte die ‚Schindelbergkapelle’ entstehen.

Über Jahrzehnte stand an dieser Stelle das in den 30er Jahren errichtete Wasserreservoir, das jedoch schon seit längerem nicht mehr genutzt wurde. Auch die offiziellen Stellen waren somit rasch vom Vorhaben der Schindelberger begeistert, die sich auch durch die zahlreichen Kritiker nicht von ihrem Vorhaben abbringen ließen. Selbst ein Motivwagen, der die Planungen zur Kapelle während des Odenheimer Rosenmontagsumzugs auf die Schippe nahm, konnte uns nicht entmutigen. Im Gegenteil - solche Facetten sorgten allenthalben für Erheiterung.

Inzwischen nämlich wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

Zunächst galt es, dem Projekt eine rechtsverbindliche Form zu geben, was mit der Vereinsgründung geschah. Am 31.05.2001 wurde der Verein ‚Schindelbergkapelle e.V.’ offiziell beim Amtsgericht Bruchsal eingetragen. Erster Vorsitzender und treibende Kraft war Albert Günther.

Schneller als gedacht begannen nun auch die Bauarbeiten: Das Wasserreservoir wurde abgerissen, im klirrend kalten Winter 2002 wurde bereits das Fundament gegossen, so dass im folgenden Frühjahr eine Kapelle entstand, wo zuvor keine war.

Möglich war dies natürlich nur dank der tatkräftigen Mithilfe zahlloser Menschen, die so manche Stunde zur Schaufel oder Maurerkelle griffen. Unterstützung kam zudem von diversen Firmen, Geschäftsleuten - aber auch Privatpersonen - die mit Geld- und Materialspenden ihren Beitrag leisteten.

Am 21.02.2003 konnte bereits das Richtfest gefeiert werden - am 07.09.2003 wurde die Schindelbergkapelle offiziell mit einem Gottesdienst eingeweiht.

Allerdings - und das ist den Schindelbergern besonders wichtig - ist die Kappelle überkonfessionell. Sie steht jedem offen, der hier einige Minuten Ruhe finden, oder einfach nur die Aussicht genießen möchte. Die zahlreichen Eintragungen im Gästebuch und die Spenden für den Unterhalt des Gebäudes sprechen Bände.

Wegdenken kann man sich die Kapelle schon lange nicht mehr. Sie ist eine bekannte Landmarke und Ziel so manchen Ausflugs und bietet immer wieder Raum zur besinnlichen Einkehr. Und nicht zuletzt ist sie ein beliebtes Fotomotiv.

Außerdem läutet die 2004 gegossene Glocke zuverlässig jeden Samstag: Im Winter um 18.00 Uhr, im Sommer um 19.00 Uhr. Man kann die Schindelbergkapelle eben nicht nur sehen - man kann sie auch hören.

Ganz besonders stolz sind die Schindelberger jedoch auf die Tatsache, dass die Kapelle die Menschen zusammenführt.

Vielleicht haben sie ja auch mal Lust, vorbeizuschauen…?

Wir würden uns freuen!

Ihr Verein Schindelberg Kapelle e.V.

 

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